Gemeinschaftspraxis für Kinderheilkunde & Jugendmedizin
Armin Sornig, Dr. Jens Koerner
Ravensberger Str. 3
33824 Werther

Telefon: (05203) 88 16 16
Fax: (05203) 88 15 55
E-Mail: postfach@kinderarztpraxis-werther.de


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News

Neue Studie: Kinder sehen pro Tag 15 Werbungen für ungesundes Essen

Ein mediennutzendes Kind sieht in Deutschland durchschnittlich pro Tag 15,48 Werbespots oder -anzeigen für ungesunde Lebensmittel. Davon entfallen 5,14 auf das Internet und 10,34 auf das Fernsehen. Zugleich ist die Zahl der TV-Spots pro Stunde um 29 Prozent gestiegen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Hamburg, die heute vorgestellt wurde, basierend auf Daten noch vor der Corona-Krise. Durchschnittlich 92 Prozent der Lebensmittelwerbung, die Kinder in Internet und TV wahrnehmen, bezogen sich auf ungesunde Produkte wie Fast Food, Snacks oder Süßigkeiten (Fernsehen 89 Prozent, Internet 98 Prozent). Ein Bündnis aus Wissenschaftlern, Kinderärzten und dem AOK-Bundesverband erneuert angesichts dieser Zahlen die Forderung, Kindermarketing für ungesunde Produkte in allen Medienarten zu untersagen - wie es in vielen Ländern bereits Standard ist.

Die Studie von Wirtschaftswissenschaftler Dr. Tobias Effertz analysiert die Werbekontakte von Kindern von 3 bis 13 Jahren für den Zeitraum März 2019 bis Februar 2020 für Internet und von Juni bis September 2019 für TV. Grundlagen waren neben eigenen Erhebungen unter anderem Daten von Nielsen Media Research zum Internetsurfverhalten von Kindern und zur Reichweite von Webseiten sowie Daten über rezipierte Werbung. Die Bewertung der Produkte als gesund oder ungesund erfolgte nach dem Nutrition Profile Model der Weltgesundheitsorganisation (WHO), das eigens für den Bereich Kinder entwickelt wurde. Die Auswertung bezog sich auf die Kinder, die Internet bzw. TV nutzen.

Die Ergebnisse sind erschreckend: So richten sich 70 Prozent der untersuchten Lebensmittelwerbespots im Fernsehen durch ihre Aufmachung oder Sendeumfeld speziell an Kinder. 89 Prozent aller TV-Spots werben für ungesunde Produkte. Die Zahl der von Kindern gesehenen Spots pro Tag ist zwar seit 2007 etwa gleichgeblieben. Aber Kinder sehen heute 30 Minuten weniger fern. Pro Stunde werden also 29 Prozent mehr ungesunde Spots ausgestrahlt als früher. "Die Unternehmen haben den Werbedruck auf Kinder bewusst erhöht", kritisiert Dr. med. Sigrid Peter, Kinderärztin in Berlin und stellvertretende Vorsitzende des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVJK). "Die schädlichen gesundheitlichen Folgen davon sehen wir täglich in unseren Praxen. Wir müssen endlich die Ursachen angehen für Übergewicht bei Kindern - und Werbung ist dabei ein wichtiger Faktor."

Im Internet werden Kinder vor allem über Facebook mit Werbepostings zu ungesunden Produkten erreicht - über zehn Milliarden Mal pro Jahr in Deutschland. Zudem locken die Unternehmen Kinder gezielt auf ihre Webseiten zu ungesunden Produkten und versuchen sie dort durch Spiele oder ähnliches lange zu halten. Auf YouTube erfolgt die Werbung für Ungesundes mit Kindermarketing zu zwei Dritteln durch Influencer.

"Über 15 mal am Tag werden unsere Kinder von der Industrie dazu animiert, mehr Zucker, Salz und Fett zu essen", kritisiert Professor Dr. Hans Hauner, Leiter des Else Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin der TU München und Vorsitzender der Deutschen Diabetes Stiftung (DDS). "Das macht alle Bemühungen um eine Erziehung zur gesunden Ernährung zunichte und darf nicht weiter toleriert werden. Diese Werbeaktivitäten in den digitalen Medien nehmen rasch zu und sind besonders wirksam." Zumal es Nachweise gebe, dass Werbung sogar stärker wirken kann als ein gutes Vorbild der Eltern.

"Die Studie zeigt erneut, dass seitens der Lebensmittelindustrie offenkundig keine Übernahme von Verantwortung oder Unterstützung zu erwarten ist", sagt Dr. Kai Kolpatzik, Leiter der Abteilung Prävention beim AOK-Bundesverband. "Es wird daher höchste Zeit, diese Branche in die Pflicht zu nehmen. Denn freiwillige Selbstverpflichtungen, ganz egal ob im Rahmen der Nationalen Reduktionsstrategie oder beim Werbeverbot für Kinderlebensmittel, liefen bisher ins Leere." Ein gesetzlich verankertes Werbeverbot fordert auch das Wissenschaftsbündnis Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK): "Ernährungsbedingte Krankheiten haben sich auch bei Covid-19 als verhängnisvolle Risikofaktoren für schwere Verläufe und Versterben gezeigt", sagt DANK-Sprecherin Barbara Bitzer. "Viele Todesfälle hätten verhindert werden können, wenn die Politik früher Maßnahmen gegen Übergewicht ergriffen hätte. Deshalb ist ein Werbeverbot jetzt mehr als überfällig."

Die Studie wurde von der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK), dem AOK-Bundesverband sowie sechs medizinischen Fachgesellschaften und Organisationen finanziert.

Die Kurzfassung der Studie finden Sie auf der Website der DANK oder des AOK-Bundesverbandes.

Die Langfassung finden Sie unter www.bwl.uni-hamburg.de/irdw/forschung.html

13.04.2021 DGA | Quelle: AOK-Bundesverband (news aktuell)

Weltgesundheitstag 2021: Auf das seelische Wohlbefinden achten, um Suchtrisiken zu vermeiden

Anlässlich des Weltgesundheitstages am 07. April 2021 weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf den Zusammenhang von psychischen Belastungen durch die Corona-Pandemie und die Entwicklung von Suchtrisiken hin. Die BZgA unterstützt in der Pandemie-Zeit mit Informationen zur Stärkung des seelischen Wohlbefindens und zu kostenlosen Beratungsangeboten.
Seit über einem Jahr bestimmt der Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus den beruflichen und privaten Alltag. Die veränderten Lebensbedingungen sind für viele Menschen eine enorme Herausforderung, die Ängste hervorrufen können. Neben der Sorge vor einer COVID-19-Erkrankung können wirtschaftliche Probleme und die ungewisse Zukunftsperspektive die Seele belasten. Die Einschränkung sozialer Kontakte kann zu Gefühlen von Einsamkeit und Isolierung, Niedergeschlagenheit und Traurigkeit sowie depressiven Phasen führen. Deshalb ist es wichtig, bereits erste Signale einer sich verändernden seelischen Verfassung zu erkennen, ernst zu nehmen und frühzeitig professionelle Beratung und Hilfe zu suchen.

Förderlich für das seelische Wohlbefinden ist zum Beispiel, den gewohnten Tagesablauf auch im Homeoffice möglichst beizubehalten. Wer zu Hause arbeitet, sollte Arbeitszeiten einhalten wie am Arbeitsplatz und bewusst Pausen einplanen – am besten an der frischen Luft. Spaziergänge in der Natur sind bei jedem Wetter eine Erholung für die Seele. Bewegung ist auch in der Wohnung möglich, zum Beispiel mit kleinen Gymnastikübungen oder spielerischen Bewegungen, die Spaß machen und Aktivität mit Entspannung verbinden. Zudem hilft es, sich gesunde Mahlzeiten zuzubereiten. Positive Wirkung hat es, soziale Kontakte zu pflegen und sich mit Freunden und Familienangehörigen auszutauschen. Oft ist es bereits entlastend, über Sorgen zu sprechen – am Telefon oder im Videoanruf.

Wer aus Gefühlen wie Einsamkeit oder Traurigkeit verstärkt zu alkoholischen Getränken greift, läuft Gefahr, der psychischen Gesundheit zu schaden. Relativ schnell kann sich Alkoholmissbrauch zu einer schwer zu überwindenden Abhängigkeit entwickeln.

Auch das Rauchen aufgrund von Stress oder Langeweile schadet der Gesundheit und erhöht das Risiko für schwere Erkrankungen. Die BZgA empfiehlt deshalb, den Rauchstopp konsequent anzugehen, um unter anderem auch das Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf zu reduzieren.

Übersicht der Unterstützungs- und Beratungsangebote der BZgA:

  • Beratung und Unterstützung bei psychischer Belastung
Kostenfreie Rufnummer: 0800 2 32 27 83
Montag bis Donnerstag von 10 bis 22 Uhr und Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr   
  • Beratung und Unterstützung beim Rauchstopp
Kostenfreie Rufnummer: 0800 8 31 31 31
Montag bis Donnerstag von 10 bis 22 Uhr und Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
www.rauchfrei-info.de/aufhoeren/aufhoeren-start
  • Unterstützung der BZgA bei der Reduzierung des Alkoholkonsums
www.kenn-dein-limit.de/handeln
  • Beratung und Unterstützung bei Suchtproblemen
Kostenpflichtige Rufnummer: 0221 89 29 31
Montag bis Donnerstag von 10 bis 22 Uhr und Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, erreichbar zum Preis entsprechend der Preisliste des Telefonanbieters für Gespräche in das Kölner Ortsnetz
  • Suchfunktion für Beratungsstellen bundesweit zur Unterstützung bei Suchtproblemen
www.bzga.de/service/beratungsstellen/suchtprobleme
  • Empfehlungen für seelisches Wohlbefinden in Zeiten von Corona
www.infektionsschutz.de/coronavirus/psychische-gesundheit.html

In Corona-Quarantäne nicht mit der Katze schmusen

In Corona-Quarantäne mit dem Stubentiger schmusen? Vielleicht besser nicht, denn auch Hauskatzen können sich beim Menschen mit Covid-19 anstecken. Prof. Dr. Uwe Truyen, Direktor des Instituts für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen an der Universität Leipzig, ist Mitglied des Europäischen Beirats für Katzenkrankheiten (ABCD). In einem vor Kurzem veröffentlichten Bericht fasst das mit internationalen Fachleuten besetzte Gremium den aktuellen Forschungsstand zu Covid-Infektionen bei Katzen zusammen.

Herr Prof. Truyen, können sich Katzen mit Covid-19 anstecken?

Ja, auch Katzen können sich mit Covid-19 infizieren, wenn sie engen Kontakt zu einer infizierten Person haben. Bis zum Jahresende 2020 gab es zahlreiche Meldungen über Haustiere, die positiv auf Covid-19 getestet wurden und sich vermutlich bei ihren Besitzern angesteckt hatten. Sogar einige Großkatzen in Zoos haben sich über den Kontakt zu Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Experimentelle Studien haben gezeigt, dass Hauskatzen das Virus auch auf andere Katzen übertragen können. Der umgekehrte Weg, also eine Übertragung von Katzen auf den Menschen, ist bislang noch nicht nachgewiesen worden.

Wie äußert sich eine Corona-Infektion bei Katzen?

Ähnlich wie beim Menschen: Einige infizierte Katzen zeigten gar keine Symptome, während andere Infizierte unter Symptomen wie Appetitlosigkeit, Durchfall, Erbrechen, Husten oder flacher Atmung litten. Die gute Nachricht: Die Katzen entwickeln eine robuste neutralisierende Antikörperreaktion, die das Virus aus den Katzen eliminiert und verhindert, dass sie ein zweites Mal infiziert werden.

Wie sollten sich Menschen verhalten, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben und eine Katze besitzen?

Wenn man mit Covid-19 infiziert ist oder der Verdacht einer Infektion besteht, sollte man engen Kontakt zur Katze vermeiden. Außerdem sollten grundlegende Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Dazu gehört das Tragen einer medizinischen Maske beim Kontakt mit dem Tier. Man sollte sich gründlich, mindestens 20 Sekunden lang, die Hände waschen, bevor und nachdem man die Katze, ihr Futter oder ihr Spielzeug berührt. Natürlich sollten infizierte Tierhalter ihre Katze nicht küssen, keine Handtücher mit ihr teilen und sie auch nicht mit ins Bett nehmen. Die betroffenen Katzen sollten im Haus bleiben und keinen Freigang bekommen, um die Infektion anderer Katzen und gegebenenfalls deren Besitzer zu vermeiden. Eine routinemäßige Testung von Katzen wird gegenwärtig aufgrund der wenigen Fälle nicht als notwendig erachtet.

Originaltitel der Veröffentlichung in „Viruses“:
„Anthropogenic Infection of Cats during the 2020 COVID-19 Pandemic“
doi.org/10.3390/v13020185

Die Fragen stellte Nina Vogt.

Wenn Medikamente die Fahrtauglichkeit beeinflussen

Medikamente helfen gegen viele Krankheiten und ermöglichen chronisch Kranken ein weitgehend normales Leben. Doch viele Medikamente können die Verkehrstüchtigkeit einschränken und das Auto- oder Motorradfahren für sich und andere gefährlich machen. „Medikamente können müde und schläfrig machen, Sehstörungen und Schwindel hervorrufen, die Konzentration und Reaktionsfähigkeit reduzieren oder motorische Störungen auslösen“, warnt Andrea Häußler, Verkehrsexpertin und Mitglied der Geschäftsleitung der TÜV SÜD Life Service GmbH.

Viele Menschen, die täglich im Straßenverkehr unterwegs sind, sind sich der möglichen Nebenwirkungen von eingenommenen Medikamenten nicht bewusst. Besonders Arzneimittel, die eine dämpfende Wirkung auf das zentrale Nervensystem haben, beeinflussen aber das Fahrvermögen. Schmerzmittel, Medikamente gegen Fieber und Entzündungen, Antidepressiva, Schlaf- und Beruhigungsmittel sowie Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck können ebenso wie Allergiemittel (Antihistaminika) die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Gründe dafür sind eine verringerte Konzentrationsfähigkeit und ein vermindertes Reaktionsvermögen. Aber auch viele rezeptfreie Präparate, pflanzliche Heilmittel und sogar Nahrungsergänzungsmittel führen möglicherweise dazu, dass Fahrzeuge nicht mehr sicher gelenkt werden können. Darunter sind Schmerzmittel, Schnupfensprays, Hustensäfte, Augentropfen oder Appetitzügler. Werden mehrere Arzneimittel gleichzeitig eingenommen, können außerdem Wechselwirkungen auftreten, die die Verkehrstüchtigkeit einschränken. Manche Medikamente enthalten außerdem einen hohen Alkoholanteil – hier verbietet sich das Führen eines Fahrzeugs von selbst.

Beipackzettel unbedingt beachten

Wenn ein Arzneimittel die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen kann, muss auf dem Beipackzettel oder der Verpackung ein entsprechender Warnhinweis angeführt sein. Aber auch andere Nebenwirkungen wie Schwindel, Kopfweh oder allergische Reaktionen können die Verkehrstüchtigkeit stark einschränken.

Fahrtauglich? Eigenverantwortung ist gefragt

Es gibt kein Gesetz, welches ausdrücklich Medikamente im Straßenverkehr verbietet. Jeder Verkehrsteilnehmer muss aber vor Fahrtantritt selbst entscheiden, ob er in der Lage ist, ein Fahrzeug zu lenken. Oft empfiehlt sich ein klärendes Gespräch mit dem Arzt/der Ärztin darüber, ob verschriebene Medikamente – möglicherweise in Kombination mit anderen Präparaten – die Fahrtüchtigkeit beeinflussen. Wer trotz Fahruntauglichkeit ein Fahrzeug lenkt, verliert bei einem Unfall unter Umständen den Versicherungsschutz oder begeht schlimmstenfalls sogar eine Straftat nach §315c StGB.

Bei diesen Medikamenten sollten Verkehrsteilnehmer vorsichtig sein:

  •     Schlaf- und Beruhigungsmittel
  •     Narkose-/Betäubungsmittel
  •     Psychopharmaka
  •     Mittel gegen Allergien
  •     starke Schmerzmittel
  •     Erkältungsmittel
  •     Augenpräparate
  •     Mittel gegen hohen Blutdruck oder Diabetes

Weitere Infos gibt es unter: https://www.tuvsud.com/de-de/branchen/mobilitaet-und-automotive/fuehrerschein-und-pruefung/mpu-untersuchungen-bei-tuev-sued-life-service

25.03.2021 DGA | Quelle: TÜV Süd AG



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